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FRAU SEIBOLD
In:
„Zom Spara“
„Platz da, Moment, Entschuldigung, wenn ich hier mal sauga dirft.
Ich mach vor nichts Halt, nicht einmal vor der Diakonie.
Verschlankung isch das Zauberwort.
Wenn net glei Magersucht“.
Mit einem überdimensionalen Saugrohr betritt Frau Seibold den Raum und nichts ist vor ihr sicher. Da wird alles weggesaugt: die überschüssigen Pfunde ebenso wie die Sparzu-lagen, die Frauenhäuser und sogar die Schuldnerberatung. Die beraten sich jetzt selbst. |
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Selbst in der Theologie kann man kräftig sparen, denn: reicht nicht ein Gott? Muss es gleich ein dreifaltiger sein, wo man die andern beiden doch sowieso nicht so recht kennt und einordnen kann. Blitzschnell wird aus dem Gottesbild alles rausgekürzt, was nicht so recht in Image des neuen fitten, flexiblen, erfolgreichen Menschen passt: das Scheitern, die Barmherzigkeit, die Nächstenliebe.
Tja, die Zeiten sind eben vorbei, in denen man es sich in der sozialen Hängematte gemütlich machte.
Ein Stück aktueller denn je, aufgeführt beim Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, erweiterbar, aktualisierbar für verschiedene Kontexte.
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